Solidaritätsnetzwerk Leipzig protestiert vor Jobcenter

Nicht nur in Zeiten von Corona ist Arbeitslosigkeit ein beherrschendes Thema. Das Jobcenter ist dann für viele Menschen die letzte Chance, ihre Existenz zu sichern. Das System Harz 4, ein bürokratisches Gebilde mit angehefteten Gesetzestexten und unverständlichem Behördendeutsch beispielsweise bei Bewilligungen. Unverständlich. Gerade bei Menschen, die ohnehin schon in prekären Lebenssituationen stecken. Nachdem Sanktionen vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig erklärt wurden, darf nun "nur" noch 30 % sanktioniert werden. Für viele Menschen dennoch existenzbedrohend. So passiert in Leipzig: Durch teilweise ausgebliebene Zahlungen gelangten Menschen in existenzielle Not. Das Solidaritätsnetzwerk Leipzig kritisiert diese Praxis des Jobcenters und hat heute eine Kundgebung vor dem Jobcenter in Leipzig auf der Georg-Schuhmann-Straße angemeldet. Wir haben mit Haris vom Solidaritäsnetzwerk Leipzig über den aktuellen Fall, der zur Kundgebung geführt hat, gesprochen. Als erstes stellt er das Soli-Netzwerk vor: